OmeTV – Wenn zufällige Videochats zum Risiko für Kinder werden

Shownotes

Vielleicht erinnern sich manche noch an Chatroulette.

Heute heißt es OmeTV – und viele Kinder und Jugendliche nutzen solche Random-Videochat-Plattformen ganz selbstverständlich.

In dieser Folge spreche ich darüber,

• was OmeTV eigentlich ist • warum Kinder solche Plattformen faszinierend finden • welche Erfahrungen Jugendliche dort machen • und weshalb Grenzüberschreitungen schnell „normal“ wirken können

Es geht auch um sexualisierte Inhalte, öffentliche Masturbation vor der Kamera und die Frage, warum Kinder solche Situationen oft nicht sofort verlassen.

Nicht, um Panik zu machen. Sondern um besser zu verstehen, womit Kinder online konfrontiert sein können.

Diese Folge richtet sich an:

• Eltern • pädagogische Fachkräfte • Lehrkräfte • und alle, die Kinder im digitalen Alltag begleiten

💬 Deine Perspektive ist gefragt

Kanntest du OmeTV bereits? Und glaubst du, viele Eltern unterschätzen solche Plattformen?

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Transkript anzeigen

00:00:00: Vielleicht erinnert ihr euch noch an Chatrolet.

00:00:03: Das war in meiner Jugend so eine gängige Plattform, diese Plattform wurde vor Jahrzehnten dann plötzlich von allen Jugendlichen benutzt.

00:00:12: man klickt einmal und landet direkt im Videochat mit irgendwelchen fremden Menschen irgendwo auf der ganzen Welt.

00:00:20: Für viele war das damals eher ein Internet-Phenomen und irgendwie auch ein bisschen kurios, lustig und schräg.

00:00:28: Und ehrlich gesagt auch ziemlich schnell wieder verschwunden.

00:00:31: also es wurde nicht wirklich aktiv genutzt.

00:00:34: aber genau dieses Prinzip ist heute zurück nur moderner und schneller und deutlich näher an der Lebenswelt der Kinder.

00:00:42: und Heute heißt die Plattform oder eine Plattform die genauso aufgebaut ist OMME TV Und vielleicht habt ihr den Namen noch nie gehört, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch dass euer Kind bereits diese Plattform kennt.

00:00:57: Denn omitv taucht immer wieder in der Beratung auf und auch in Präventionsveranstaltungen.

00:01:06: Moin moin und herzlich willkommen zu Medien Guide!

00:01:10: Euren Podcast für Einblicke in die digitale Lebenswelt eurer Kinder- und Jugendlichen.

00:01:18: Ich erinnere mich an eine Kinoveranstaltung mit Schülerinnen ab zwölf Jahren Und wir haben gemeinsam den Film gefangen im Netz geschaut.

00:01:27: Das ist eine sehr gute Dokumentation über Cyber-Grooming, also über sexuelle Belästigung im Netz und in einer Szene oder ein mehreren Szene eher gesagt da geht es um sexualisierte Inhalte im Netz die Darstellerinnen werden mit Männern konfrontiert, die sich vor laufender Kamera selbst befriedigen.

00:01:50: diese Szenen sind verpixelt dargestellt und plötzlich rufen mehrere Jugendlichen aus den Reihen, oh das ist ja wie auf OMETV.

00:01:59: Und die war nicht schockiert oder überrascht sondern es war lustig, es war selbstverständlich Es ist normal geworden und genau darüber möchte ich heute mit euch reden denn wir müssen einfach mal darüber sprechen was teilweise für die Jugendlichen normal wird und OMETTV ist da leider ein sehr gutes Beispiel Denn dass was auf OMetv passiert ist ist für viele Jugendliche und Kinder längst Teil ihres digitalen Alltags.

00:02:28: In der Beratung höre ich Sätze wie, wenn wir auf ein Mann stoßen, der sich einen runterholt klicken wir halt weiter Und ich glaube dieser eine Satz zeigt auch ziemlich gut worum es geht.

00:02:39: Es geht nicht nur um eine App oder ähnliches sondern es geht um eine Realität die viele Erwachsene so gar nicht auf dem Schirm haben.

00:02:47: in dieser Folge schauen wir uns deshalb an was ist OMETV überhaupt?

00:02:51: Warum Kinder und Jugendliche diese Plattform nutzen?

00:02:55: Und vor allem, was dort eigentlich wirklich passiert.

00:02:59: Um zu verstehen warum OMETV so problematisch ist müssen wir erst mal klären, was die Plattform eigentlich ist.

00:03:07: Ganz einfach gesagt sie ist ein zufälliger Video Chat Das heißt du öffnest die App oder die Webseite aktivierst eine Kamera und wirst dann direkt mit irgendeiner fremden Person irgendwo auf der ganzen Welt verbunden ohne Freundschaftsanfrage, ohne Profil, ohne Vorbereitung.

00:03:26: Einfach so!

00:03:27: Einen Klick und da ist jemand der dann in dein Privatleben schauen kann und du in Seins.

00:03:33: Jedenfalls das was Du von dir preisgeben möchtest.

00:03:38: Und genauso schnell kannst Du auch wieder weiterklicken Wenn Dir eine Person nicht gefällt wenn es unangenehm wird oder einfach langweilig ist.

00:03:46: einfach zur nächsten Person klicken.

00:03:49: Dieses Prinzip wirkt erstmal sehr harmlos Ein bisschen spielerisch.

00:03:54: Und das ist auch ein großer Reiz für die Jugendlichen, die sind da natürlich super gerne und schauen mit welchen Personen kommen die in Kontakt?

00:04:01: Aus welchen Ländern kommen sie?

00:04:05: Das kann ja auch erstmal spielerosch interessant und aufregend sein So nach dem Motto mal schauen wer als nächstes kommt.

00:04:14: Es ist schnell es ist unvorhersehbar und es fühlt sich auch ein bisschen an wie ein Spiel Wer kommt als nächstes?

00:04:21: Jemand Lustiges jemand Attraktives, jemand aus dem eigenen Land?

00:04:26: Diese Mischung aus Neugier und Zufall sorgt dafür dass viele einfach immer weiter klicken.

00:04:32: Und jetzt kommt genau der wichtigste Punkt.

00:04:35: Ommetv ist offiziell gar nicht für Kinder gedacht.

00:04:38: die Plattform ist laut eigenen Angaben nur für Erwachsene aber in der Praxis spielt das kaum eine Rolle wie bei vielen Apps heutzutage leider.

00:04:47: ich erinnere noch mal daran Roblox ist ab sechzehn Jahren freigegeben.

00:04:53: Gibt es eine eigene Podcastfolge zu, solltet ihr euch dringend anhören falls diese Aussage euch überrascht hat.

00:05:01: Es gibt keine echte Altersprüfung – hier bei OMME TV natürlich auch nicht!

00:05:05: Kein System das zuverlässig erkennt wer da jetzt gerade vor der Kamera sitzt.

00:05:10: und das heißt auch Kinder-und Erwachsene landen völlig ungefilter im gleichen Raum.

00:05:15: Und genau das ist das eigentliche Problem Denn während Kinder die Plattform oft aus Neugier benutzen sind dort gleichzeitig auch Menschen unterwegs, die ganz andere Absichten haben.

00:05:28: Dazu kommt Ometv lebt halt auch von der Anonymität.

00:05:33: Man muss nicht mit seinem echten Namen sich da ausgeben man braucht keinem ausgearbeitetes Profil.

00:05:39: Einglick reicht und schon kann ich mich mit anderen verbinden.

00:05:44: Und diese Anonymität sorgt auch dafür dass Hemmschwellen sinken.

00:05:49: Menschen zeigen Dinge, die sie im echten Leben niemals tun würden Sagen Dinge, die sie sonst nie sagen würden.

00:05:56: Und genau dadurch entsteht eine Dynamik, die für Kinder extrem schwer einzuordnen ist.

00:06:02: Nach außen wirkt OM mit TV wie ein Spiel – wie ein digitales Leute kennenlernen!

00:06:07: Aber wenn man genauer hinschaut, ist es eigentlich etwas ganz anderes... Ein Raum in dem Kinder unvorbereitet auf völlig fremde Erwachsene treffen ohne Schutz, ohne Filter und oft ohne zu verstehen, worauf sie sich da einlassen.

00:06:24: Und genau deshalb müssen wir jetzt darüber sprechen was dort tatsächlich passiert.

00:06:32: Ich sage das ganz bewusst vorweg Das worüber wir jetzt sprechen ist kein leichtes Thema aber es ist wichtig dass wir darüber sprechen.

00:06:41: ich möchte keine Angst machen ich möchte eher bei euch ein Verständnis erzeugen womit Kinder im Netz tatsächlich konfrontiert sein können denn oft ist es den Erwachsenen gar nicht so bewusst.

00:06:54: Denn wenn wir über OMETV sprechen, dann geht es nicht nur um zufällige Gespräche mit Fremden.

00:07:00: Es geht auch um Situationen die für Kinder und Jugendliche überfordern sein können.

00:07:05: In der Beratung berichten Kinder immer wieder davon dass sie in diesen Video-Chats auf Erwachsene treffen Die sich selbst vor der Kamera befriedigen.

00:07:14: Ich formuliere das jetzt klar und sachlich Weil genau das passiert.

00:07:20: Und das erschreckende ist nicht nur Dass solche Begegnungen stattfinden, allein das ist ja schon.

00:07:26: Ja?

00:07:27: Sondern wie selbstverständlich es sie teilweise geworden sind.

00:07:31: Ich habe es vorhin schon angedeutet Ein Satz der mir in der Beratung begegnet ist lautet Wenn wir auf einen Mann stoßen Der sich einen runter holt klicken wir halt weiter.

00:07:43: Und genau dieser Satz zeigt das eigentliche Problem.

00:07:46: Es ist nicht mehr Schock sondern Gewöhnung.

00:07:49: Das Weckklicken wird zur Strategie Und gleichzeitig wird diese Handlung zur Normalität.

00:07:57: Auch in den Präventionsveranstaltungen, wie ich vorhin gesagt habe ist das vielen Kids bekannt.

00:08:03: Sie finden dem Bezug zu OMR TV wenn sie jemanden sehen der sich vor anderen Kindern oder Jugendlichen selbst befriedigt und genau das ist der Punkt an dem wir hinschauen müssen denn das bedeutet dass was wir als Erwachsene als Grenzüberschreitung wahrnehmen ist für viele Kinder bereits Teil ihrer Online-Erfahrung.

00:08:25: Und dabei geht es nicht nur um das Sehen solcher Inhalte, in der Beratung erleben wir auch dass Kinder und Jugendliche auf solche Situationen sehr unterschiedlich reagieren.

00:08:35: Manche erschrecken sich und gehen sofort raus aber andere bleiben aus Neugierde, Aus Unsicherheit oder weil sie in dem Moment nicht genau wissen wie sie reagieren sollen.

00:08:48: und manchmal kommt noch etwas anderes dazu das Gefühl gesehen zu werden.

00:08:53: Gerade in einem Alter, in dem sich sehr viel verändert kann es für manche Kinder eine Rolle spielen plötzlich nicht mehr als Kind sondern als interessant begehrenswert oder ähnliches wahrgenommen zu werden.

00:09:08: besonders bei jungen Mädchen erlebe ich dieses Verhalten in der Beratung und diese Neugierde und dass zurückschreiben auf sehr offensive sexuelle Belästigung Sowohl bei gesendeten Penisbildern über Snapchat, als auch über solche Masturbationsvideos.

00:09:32: Viele Mädchen bleiben dabei oder reagieren sogar drauf weil sie sich jetzt nicht mehr als das kleine Mädchen gesehen fühlen sondern als junge Frau Auch wenn die Situation eigentlich unangenehm oder grenzüberschreitend ist.

00:09:48: Das ist schwer auszuhalten aber wichtig zu verstehen Denn es zeigt auch, diese Situationen sind nicht immer eindeutig für Kinder.

00:09:58: Sie sind sehr ambivalent und auch verwirrend Und genau deshalb brauchen Kinder an dieser Stelle Begleitung Nicht erst im Nachhinein Sondern im Verständnis dafür was dort passiert und warum es nicht in Ordnung ist.

00:10:12: Denn eines muss ganz klar sein Diese Begegnungen sind keine komischen Internetmomente Das sind Grenzüberschreitungen zum normalen aufwachsenem Netz.

00:10:24: Und genau deshalb schauen wir uns jetzt an, warum solche Erfahrungen so schnell zur Normalität werden.

00:10:32: Wenn wir hören das Kinder sagen dann klicke ich halt weiter Dann wirkt es im ersten Moment fast beruhigend So nach dem Motto Ah!

00:10:39: Die wissen sicher zu helfen.

00:10:41: Aber genau darin liegt ja ein großes Missverständnis Denn dieses Weiterklicken löst das eigentliche Problem nicht Es verschiebt es nur.

00:10:50: Kinder verlassen die Situation aber die Erfahrung bleibt.

00:10:54: Und wenn solche Erfahrungen sich wiederholen, passiert etwas das man in der Psychologie Desensibilisierung nennt.

00:11:01: Das bedeutet, etwas was ursprünglich schockierend oder unangenehm war verliert nach und nach seine Wirkung nicht weil es weniger problematisch wird sondern weil man sich daran gewöhnt.

00:11:14: Es ist ein Schutzmechanismus dass Gehirn versucht mit einer überfordernden Situation klarzukommen Aber gleichzeitig verschiebt sich dadurch die eigene Grenze.

00:11:26: Was früher ein klares, das geht gar nicht wahr wird irgendwann zu.

00:11:31: Naja ist halt das Internet.

00:11:33: und genau das ist der gefährlichste Punkt Denn Kinder lernen so was normales.

00:11:40: Und wenn Grenze überschreitungen immer wieder passieren ohne dass jemand diese einordnet dann entsteht ein verzerrtes Bild.

00:11:48: Hinzu kommt ein zweiter Aspekt Das Gefühl von Kontrolle.

00:11:53: Viele Kinder sagen, ich kann ja jederzeit weiterklicken und das stimmt auch technisch gesehen.

00:11:59: Aber emotional ist das nur die halbe Wahrheit Denn diese Situation hat trotzdem stattgefunden.

00:12:05: der Kontakt war da Das Bild wurde gesehen Und genau weil alles so schnell geht bleibt oft keine Zeit das einzuordnen!

00:12:15: Das Ganze wirkt dadurch fast wie ein Spiel Weiter, nächster... Und genau dieses Tempo sorgt dafür, dass Erlebnisse nicht verarbeitet werden.

00:12:25: Sondern einfach überlagert!

00:12:27: Dazu kommt die Struktur der Plattform selbst.

00:12:31: OMIT-TV funktioniert ohne Vorbereitung – ohne Kontext, ohne Regeln, die für Kinder oder Jugendliche sichtbar sind.

00:12:39: Es gibt keinen geschützten Rahmen.

00:12:41: Kein das darf passieren und das darf nicht passieren sondern nur Verbindung herstellen und schauen was passiert.

00:12:49: Und genau das führt dazu, dass Kinder sehr schnell in Situation geraten auf die sie sich nicht vorbereitet fühlen und die sie gleichzeitig nicht einordnen können.

00:13:00: Und jetzt kommt noch etwas Entscheidendes dazu – diese Erfahrungen passieren nicht isoliert!

00:13:06: Sie sind eingebettet in eine digitale Welt, in der vieles gleichzeitig passiert.

00:13:11: Chats, Videos, Memes, Kommentare... Und dadurch verschwimmen Grenzen zwischen Spiel und Ernst, zwischen Neugierde- und Überforderungen.

00:13:21: Zwischen Kontrolle und Kontrollverlust.

00:13:24: Genau deshalb reicht es nicht zu sagen Na ja dann geht doch einfach daraus!

00:13:29: Die Frage ist viel mehr Warum bleiben Kinder überhaupt in diesen Situationen?

00:13:33: Und genau das schauen wir uns jetzt an.

00:13:38: Wenn wir als Erwachsene hören dass Kinder in solchen Situationen nicht sofort abbrechen Dann kommt oft schnell die Frage warum bleiben sie überhaupt?

00:13:48: Und ich glaube, es ist ganz wichtig dass wir uns diese Frage ehrlich stellen ohne vorschnell zu bewerten.

00:13:55: Denn die Antwort ist selten einfach – ein Teil davon ist natürlich Neugierde!

00:14:00: Gerade im Alter von elf bis zwölf beginnt für viele Kinder eine Phase in der sie sich stärker mit ihrem eigenen Körper, mit Sexualität und mit Beziehungen beschäftigen.

00:14:12: Das ist ein völlig normaler Entwicklungsprozess mit Dingen konfrontiert werden, die sie so noch nicht gesehen haben.

00:14:22: Seinen steht oft genau diese Mischung aus Irritation, Unsicherheit aber auch Neugierde.

00:14:30: Nicht weil Sie das wollen sondern weil Sie versuchen zu verstehen was da gerade passiert ist.

00:14:36: Ein zweiter Punkt ist das Gefühl gesehen zu werden.

00:14:39: Das habe ich vorhin schon mal angesprochen.

00:14:41: In der Beratung kommt immer wieder der Gedanke auf dass Kinder in solchen Momenten plötzlich das Gefühl haben Ich werde wahrgenommen Ich werde angeschaut und ich bin auf einmal interessant.

00:14:53: Und genau in dieser Phase, in der sich das Selbstbild verändert kann das eine große Rolle spielen auch wenn die Situation gleichzeitig unangenehm ist.

00:15:03: Das macht es so widersprüchlich.

00:15:06: Es ist nicht eindeutig gut und es ist nicht ein deutlich schlecht sondern sehr verwirrend.

00:15:13: Genau deshalb bleiben manche Kinder länger in solchen Situationen als sie es eigentlich möchten.

00:15:20: Ein dritter Punkt ist die digitale Distanz.

00:15:24: Viele Kinder haben das Gefühl, dass es ja nur online, sie sitzen im eigene Zimmer alleine mit ihrem Gerät und dadurch entsteht eine scheinbare Sicherheit so nach dem Motto mir kann ja nichts passieren aber diese Distanz ist sehr trügerisch denn das was Sie sehen und erleben ist real!

00:15:44: Und die Wirkung ist real.

00:15:46: und dann gibt es noch einen vierten Punkt Das Gefühl von Kontrolle.

00:15:51: Ich kann ja jederzeit wegklicken.

00:15:53: Und ja, habe ich vorhin auch schon gesagt technisch stimmt das aber emotional ist es deutlich komplizierter.

00:16:00: denn Kontrolle bedeutet nicht nur eine Situation verlassen zu können sondern sie auch einordnen zu können.

00:16:07: und genau das fehlt oft.

00:16:08: Das Ergebnis ist Kinder bewegen sich in einem Raum indem Sie sich gleichzeitig neugierig unsicher interessiert und überfordert fühlen.

00:16:20: Und genau deshalb reicht es nicht nur diese Situation einfach als dumm oder leichtsinnig abzutun.

00:16:25: Es sind Entwicklungsprozesse, die auf eine Plattform treffen, die dafür überhaupt nicht gemacht ist und genau deshalb brauchen Kinder an dieser Stelle etwas ganz anderes Begleitung.

00:16:38: Damit kommen wir jetzt zu der entscheidenden Frage Was können denn die Eltern tun?

00:16:44: Wenn wir über OMETV sprechen Über zufällige Videochats Über Grenzüberschreitungen und über Situationen, die für Kinder schwer einzuordnen sind.

00:16:54: Dann stellt sich am Ende natürlich die Frage was können wir als Eltern konkret tun?

00:17:00: Und vielleicht ist die wichtigste Antwort zuerst nicht wegschauen.

00:17:04: Viele Plattformen funktionieren genau deshalb so gut weil Erwachsene sie gar nicht kennen oder falsch einordnen.

00:17:11: Wieder einen kurzer Reminder an Roblox das es kein einfaches Kinderspiel.

00:17:18: Ommetv ist für viele Eltern gar kein Begriff, Für Kinder aber schon.

00:17:23: Und genau deshalb ist der erste Schritt Interesse zeigen!

00:17:27: Nicht kontrollierend nicht vorwurfsvoll sondern ehrlich neugierig.

00:17:32: Einsatz kann schon reichen.

00:17:34: ich habe neulich von so einer Video Chat App gehört wo man mit fremden verbunden wird.

00:17:39: kennst du das?

00:17:41: Das öffnet erst mal das Gespräch und genau darum geht es ja nicht darum sofort Lösungen zu präsentieren, sondern darum überhaupt zu erfahren was im Alltag eures Kindes gerade passiert.

00:17:55: Der zweite Schritt ist einordnen.

00:17:58: Kinder brauchen keine perfekten Vorträge aber sie brauchen eine klare Orientierung.

00:18:05: das bedeutet auch Dinge beim Namen nennen.

00:18:08: Zu sagen wenn Erwachsene sich vor Kindern im Netz selbst befriedigen dann ist es nicht normal und auch überhaupt nicht in Ordnung.

00:18:16: Und das natürlich aber ruhig, ohne Scham und auch ohne Übertreibung.

00:18:20: Aber klar!

00:18:22: Denn Kinder merken sehr genau ob Erwachsene ausweichen oder ob sie standhalten.

00:18:28: Ein dritter Punkt ist Verständniszeigen Nicht für das verhalten der Plattform oder diesen Personen, aber für die Situation des Kindes.

00:18:37: Wenn ein Kind sagt Ich habe einfach weggeklickt Dann steckt darin oft kein Leicht sind, sondern ein Versuch mit dem Unangenehmen umzugehen.

00:18:47: Und genau da können Eltern ansetzen – nicht mit Vorwürfen, sondern mit Fragen!

00:18:52: Wie ging es dir in diesem Moment?

00:18:54: War das für dich unangenehm?

00:18:56: Wusstest du wie du reagieren kannst?

00:19:00: Das hilft Kindern ihre eigenen Gefühle einzuordnen und genau das ist der Schutz.

00:19:07: Ein vierter Punkt ist klare Grenzen setzen.

00:19:10: Das bedeutet nicht automatisch alles zu verbieten Aber es bedeutet gemeinsam zu überlegen, ist das eine Plattform auf der du dich sicher bewegen kannst?

00:19:20: Und bei OMIT-TV muss man ganz ehrlich sagen diese Plattform ist nicht für Kinder gemacht.

00:19:26: Nicht strukturell, nicht technisch und auch nicht in der Realität.

00:19:30: Das darf man dann gerne so benennen!

00:19:32: Vielleicht ist genau das der wichtigste Gedanke.

00:19:35: zum Schluss Es geht hier nicht um einzelne Apps, sondern um Räume.

00:19:40: Digitale Räime in denen Kinder unterwegs sind Und die Frage ist nur, was dürfen Sie?

00:19:46: Sondern sind die Räume für sie gemacht oder müssen wir gemeinsam erst verstehen bevor wir sie betreten lassen.

00:19:54: Denn Kinder brauchen keine perfekte Kontrolle!

00:19:57: Bei der Frage ob die Rräume für die Kinder gemacht sind oder die Apps für die kinder geeignet sind empfehle ich auf jeden Fall auch immer wenn ich mir als Elternteil bewusst bin das es keine App die mein Kind nutzen darf.

00:20:10: lasst uns gemeinsam eine Alternative finden Denn das Bedürfnis des Kindes ist ja trotzdem da.

00:20:17: Wie kann das Kind eine Alternative zu der App haben?

00:20:21: Beispiel Roblox zum Beispiel, holt eurem Kind Minecraft.

00:20:26: Das kostet einmalig um die zwanzig dreißig Euro.

00:20:30: Dann könnt ihr aber noch im Abo-Modell monatlich ein Realme heißen, die glaube ich, dass dann private Server organisieren und dann kann man gezielt Dort nur die Personen registrieren, die ich kenne.

00:20:44: Also zum Beispiel kann dein euer Kind mit den besten Kumpels online auf einem privaten Server spielen.

00:20:52: Da ist es deutlich sicherer als wenn er in Roblox unterwegs ist und dort mit fremden Personen in Kontakt tritt Die übrigens genau das gleiche vorhaben wie diese Person hier auf OMETV.

00:21:04: Da überschneiden sich beide Themen leider sehr.

00:21:09: Kinder brauchen keine perfekten Erwachsenen Aber sie brauchen Erwachsene Eltern Fachkräfte, die hinschauen.

00:21:17: Die Nachfragen, die bleiben auch wenn die Themen vielleicht unangenehm werden und das werden sie.

00:21:24: leider ist es so dass die Themen bei den Kindern- und Jugendlichen je älter sie werden unangener werden und gerade wenn sie digital unterwegs sind.

00:21:34: aber genau das macht den Unterschied.

00:21:37: falls euch diese Folge gefallen hat Hinterlasst gerne einen Kommentar, bewertet den Podcast.

00:21:45: Schaut auch auf Instagram vorbei.

00:21:47: da habe ich zu diesem Thema einen Beitrag hochgeladen schon letzte Woche und ansonsten empfehlt dem Podcast gerne weiter.

00:21:57: schaut auch noch mal in die Show Notes.

00:21:58: da gibt es auch immer noch ein paar Sachen und anssonsten hören wir uns das nächste Mal hier wieder bei MedienGuide Geilt dem Podcast für dich Ein Fenster zur Welt Deiner Kinder ganz sicherlich.

00:22:27: Hier erfährst du, was sie lieben Was sie treibt In der Medienlandschaft die sie umgehen.

00:23:05: Kunden-Schnelligkeit Kein Schutz keine Tür nur weiter.

00:23:10: Wer steht dafür?

00:23:11: Was frühernte wird irgendwann außen verschwimmen.

00:23:28: Wir klicken doch Doch manches bleibt hängen und wird immer breiter.

00:23:49: Zu jung für die Bilder, zu schnell für den Blick.

00:23:52: Doch der nächste Kontakt kommt direkt schon zurück.

00:23:55: Zwischen Neugier- und Risiko mitten im Stream Fühlt sich aufmerksam kalt manchmal an wie ein Team Mit Zeit.

00:24:32: nicht nur verbote und Kontrollbereitschaft.

00:24:34: Dein.

00:24:34: Aufklärung heißt nicht Angst machen im Raum Sondern zuhören begleiten und reden statt Zaun.

00:24:40: Und TV läuft oft still und hört im Radar.

00:24:42: Doch für viele Jugendliche ist diese Welt längst da.

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